Sena Başöz – Artist in Residence
15. September – 14. November 2020

 

 

Sena Başöz ist Künstlerin und Filmemacherin, die in Istanbul lebt und arbeitet. Sie beschäftigt sich mit der mnemotechnischen Funktion von Kunst. Während ihrem Arbeitsaufenthalt in Basel wird sie sich mit den türkischen Erinnerungskulturen auseinandersetzen.

Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Bedingungen der Aktivierung institutioneller Archive und fragen gleichzeitig was mit den persönlichen Archiven, Geschichten und dem angesammelten Wissen geschieht, die nicht in den institutionellen Bereich passen. Sie untersucht Heilungsprozesse nach Fällen von Trauma. In letzter Zeit hat sie sich auf Themen wie Tod, Regeneration, Erneuerung und Befreiung fokussiert. Die Erneuerungsprozesse des Organismus und das Gleichgewicht, das die Natur langfristig erhält, bilden den Stoff der Erzählungen, die sie in ihren Arbeiten einsetzt.

Kleine Veränderungen, die sich in der Struktur der Turbulenzen bilden, können zu einer größeren Veränderung in der Zeit führen. Durch ihre Arbeit erforscht die Künstlerin die Auswirkungen von natürlichen Elementen wie Wind und Wasser, die Turbulenzen verursachen und dessen Potential. Sena Başöz möchte das Gewässer des Rheins und seine Flora als Metapher für ihre Arbeit untersuchen. Sie wird ihre Arbeitsergebnisse in der Ausstellung Ars Oblivionis präsentieren und eine ortsspezifische Installation mit verschiedenen Formen von archiviertem Material im Ausstellungsraum schaffen, die Erinnern und Vergessen zusammenführt.

Im Rahmen unseres Artist-in-Residence-Programms haben wir Sena Başöz eingeladen, sich mit den örtlichen Begebenheiten auseinanderzusetzen und ihre Arbeitsergebnisse in einer an den Aufenthalt anschliessenden Ausstellung zu präsentieren. Das Projekt wird in einer Publikation dokumentiert und reflektiert.

Der Aufenthalt von Sena Başöz wird von artlink SüdKulturFonds https://www.artlink.ch/de/aktuell.html und SAHA Association http://www.saha.org.tr  finanziert – herzlichen Dank!